Biografie

Bernadette Calonego wurde in Stans/Schweiz geboren. Sie lebt und arbeitet seit dem Jahr 2000 als Schriftstellerin und freie Auslandskorrespondentin in Vancouver/Kanada.

Unter anderem schreibt sie für die “Süddeutsche Zeitung” in München, den “Standard” in Wien, den “Tages-Anzeiger” und die “Finanz und Wirtschaft” in Zürich und eine Reihe wichtiger deutschsprachiger Medien.

Sie hat auch Geschichten in folgenden Zeitungen und Magazinen veröffentlicht: GEO, Vogue, SZ-Magazin, Neue Zürcher Zeitung, natur + kosmos, foto magazin, Börse Online, EMMA, abenteuer + reisen, Häuser, Weltwoche, das österreichische Wochenmagazin Profil u.a.
Für den Schweizer Rundfunk berichtet sie regelmäßig aus Kanada.

Werdegang: Studium moderner Sprachen an der Universität Fribourg/Schweiz. Redakteurin bei Reuters in Zürich. Von 1990 bis 2000 Auslandskorrespondentin der “Süddeutschen Zeitung” und des “Standard” in der Schweiz.

Oktober 2005: Veröffentlichung des Thrillers “Nutze deine Feinde” im Bloomsbury Berlin Verlag.
August 2007: Veröffentlichung des Thrillers “Unter dunklen Wassern” im Bloomsbury Berlin Verlag.

Beide Bücher sind als englische Übersetzungen erhältlich unter den Titeln “The Zurich Conspiracy” und “Under Dark Waters”  im Verlag AmazonCrossing.

November 2011: Veröffentlichung des Buches “Oh, wie schön ist Kanada!” im Ullstein-Verlag.

Juli 2015: Veröffentlichung des Spannungsromans “Die Bucht des Schweigens” im Verlag Amazon Publishing.

Mai 2016: Die englische Version von “Die Bucht des Schweigens” erscheint unter dem Titel “Stormy Cove”.

Ein weiteres Buch, das in der Arktis spielt, ist in Vorbereitung.

 

Bernadette Calonego hält auch Vorträge im In- und Ausland.

Vortrag auf der Internationalen Frühjahrsbuchwoche in München.

 

FAQ: Fragen, die mir häufig gestellt werden, und die Antworten darauf

Wollten Sie schon immer Schriftstellerin werden?

Was ich sicher immer wollte, war Geschichten schreiben. Das habe ich schon als Kind getan. Später wollte ich Journalistin werden, aber ich ging dann erstmal auf die Universität und schloss mein Studium mit einem Lehrerdiplom ab. Ich unterrichtete sechs Jahre lang und wechselte darauf in den Journalismus. Mit dem Bücherschreiben fing ich relativ spät an, nämlich Ende der neunziger Jahre. Manchmal sind Umwege im Leben ganz gut, denn man sammelt dabei ganz wichtige Erfahrungen.

Was war Ihr erstes Werk, das veröffentlicht wurde?

Mit elf Jahren schrieb ich ein Märchen, das in einer Schweizer Zeitung veröffentlicht und – was mich besonders freute – mit der Zeichnung einer Künstlerin geschmückt wurde. Es ging um einen König und drei Prinzessinnen, die sich um die „Stellung“ seiner Ehefrau bewarben. Nicht gerade ein feministisches Thema…

Wo nehmen Sie die Ideen für Ihre Bücher her?

Von überall, von Personen, die mir aus ihrem Leben erzählen, von Zeitungsberichten, eigenen Erfahrungen, aber das meiste stammt aus meiner Phantasie. Schon als Kind war ich eine Tagträumerin und habe mir die wildesten Geschichten ausgedacht. Auch die Arbeit als Journalistin, die mich an Orte und zu Personen bringt, die ich sonst nie sehen würde, sind eine nie versiegende Inspiration.

 

Warum schreiben Sie Krimis?

Erstens weil ich selber gern Krimis lese und zweitens, weil ich es liebe, einen Plott zu entwickeln, der die Handlung vorwärts treibt.  Ich sehe meine Bücher aber in erster Linie als Abenteuerromane, denn auf der Suche nach dem Mörder (und nach der Liebe) verstricken sich meine Figuren in viele Abenteuer, solche, die ich selber gern erleben würde.

Ein Bekannter, der unbedingt mein Horoskop erstellen wollte, findet es nur logisch, dass ich Krimis schreibe, weil ich ein fünffacher Skorpion sei (was das immer auch heißt, ich verstehe nichts von Horoskopen).

Wie lange schreiben Sie an einem Buch?

Viel länger, als ich möchte. Da ich neben der Schriftstellerei noch einen Beruf habe – ich arbeite als Auslandskorrespondentin –, schreibe ich häppchenweise an meinen Büchern, manchmal nur eine Stunde täglich, manchmal länger, manchmal gibt es lange Pausen, wenn ich beruflich unterwegs bin. Von einem geregelten Tagesablauf, den manche Autoren genießen, kann ich nur träumen. Aber ich liebe meinen Journalistenberuf, und außerdem öffnet er mir Türen zu interessanten Menschen, spannenden Begebenheiten und zu Orten, an die ich sonst nie gereist wäre. Mein Beruf ist ein unerschöpflicher Fundus für Ideen und Erfahrungen.

Im Schnitt schreibe ich wahrscheinlich über eine Zeitstrecke von zwei Jahren an einem Buch (Überarbeitung miteingeschlossen).

Kennen Sie den gesamten Inhalt des Buches schon, bevor Sie zu schreiben anfangen?

Nein. Aber das ist überhaupt kein Problem für mich, im Gegenteil. Die besten Ideen kommen mir nämlich beim Schreiben. Ich weiß von Krimiautorinnen, die jedes Kapitel und vor allem das Ende zum voraus genau geplant haben und erst dann mit Schreiben beginnen. Ich dagegen weiß manchmal nicht einmal, wer der Mörder ist, bis ich in der Hälfte des Buches bin. Ich lasse mich ein wenig von den Figuren leiten, die sich während des Schreibens entwickeln. Natürlich kenne ich die ungefähre Richtung der Handlung und die Hauptthemen des Buches. Aber der Rest entsteht spontan. Ich lasse mich gern selber überraschen und finde den Entstehungsprozess so viel spannender.

 

Was sind Ihre Lieblingsautoren?

Das ist immer eine schwierige Frage für mich, denn ich bin ein literarischer Vielfraß! Ich lese die unterschiedlichsten Bücher, von Biografien über Liebesromane bis zu Reiseberichten oder Sachbücher über tödliche Lawinen, Schiffskatastrophen und dokumentierte Verbrechen. Selten lese ich Kurzgeschichten, aber jene der kanadischen Dichterin Alice Munro liebe ich. Als Kind verschlang ich die Bücher meiner drei Brüder: über Ivanhoe (in den ich mich verliebte), Lederstrumpf, Winnetou und Huckleberry Finn. Und ich las heimlich die verbotenen Liebesromane im Büchergestell meiner Mutter!

Von welchen (Krimi)-Autoren ließen Sie sich inspirieren?

Es sind vor allem Autorinnen im angelsächsischen Raum, etwa Minette Walters, Tami Hoag, Joy Fielding, Anne Rule; ich mochte Anita Shreve`s Buch „The Pilot´s Wife“ sehr und auch ihr Buch „Testimony“.

Wie kann man lernen, Bücher zu schreiben?


Ich halte mich nicht für eine Expertin, aber einige Tipps kann ich geben:

Regel 1 bis 3: Lesen, Lesen, Lesen. Möglichst unterschiedliche Bücher und Autoren.

Und dann natürlich schreiben. Jeden Tag ein bisschen, selbst wenn es nur ein einziger Satz ist. Nicht warten, bis einen die Musse küsst. Das tut sie nämlich nicht immer. Selbstdisziplin hilft. Und wenn man dann einmal am Schreiben ist, kommen die Sätze und Ideen ins Laufen.

(Ich war nie in einem Kurs über Kreatives Schreiben, kann also darüber nichts aussagen.)

Interessant fand ich Stephen King`s Buch „Das Leben und das Schreiben“.

Und für jene, die englisch verstehen: „Reading like a Writer“ von Francine Prose.