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2. Mai 2013

Ich war eigens in die Arktis gereist und später nochmals auf einem Eisbrecher der kanadischen Küstenwache durch die Nordwestpassage gefahren, immer in der Hoffnung, einen Eisbären zu sehen.

Ein Exemplar wanderte dann tatsächlich übers Eis. Ich sah den Eisbären als winziges gelbliches Pünktchen in all dem Weiß. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur Canadian Press, der sich ebenfalls auf dem Schiff befand, bannte ihn aufs Bild – durch ein riesiges Teleobjektiv.

Meine Kamera konnte das nicht. Ich kehrte ohne Eisbären-Foto nach Hause zurück.

Meine Freunde in St.Lunaire-Griquet, einem Dorf im Norden Neufundlands, können darüber nur schmunzeln. In der Nähe ihrer Häuser spazieren immer wieder Eisbären vorbei.

Vor wenigen Tagen tummelten sich sogar zwei weiße Riesen zwischen den Gebäuden, sodass die Bewohner tolle Fotos machen konnten – ohne Teleobjektiv.

Zum Trost für meine Frustration liehen sie mir diese Bilder aus.

Foto Dark Tickle Company

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Eisbär – kein Hund! (Foto Dark Tickle Company)

Foto Tammy Pilgrim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto Tammy Pilgrim

 

Foto Tammy Pilgrim

 

Foto Tammy Pilgrim

 

 

29. März 2013

Gartenzwerg oder Nationalsymbol? Kanada dürfte das einzige Land sein, in dem die Bürger Konterfeis ihrer Polizei als Dekoration in den Garten stellen.

Hier ein prächtiges Exemplar der Royal Canadian Mounted Police (Königlichen Kanadischen Berittenen Polizei – kurz RCMP )  in einem Garten in Gibsons, British Columbia. Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Frau daneben ist lebendig. (Photo B. Calonego)

 

Und weil bald Ostern ist, hier noch ein Bild aus der Schweiz: Osterdekoration in Beckenried/Kanton Nidwalden. (Photos B. Calonego)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7. März 2013

 

So verändern sich die Strände am Pazifik nördlich von Vancouver:

 

So sieht ein altes herkömmliches Strandhaus aus. (Foto Bernadette Calonego)

 

Solche Paläste bauen immer mehr reiche Leute am Strand. (Foto Bernadette Calonego)

Der einzige Trost: In der kanadischen Provinz British Columbia gehört der Strand der Öffentlichkeit. Die Normalsterblichen dürfen also direkt vor den Palästen vorbei laufen oder im Sand davor sitzen.

 

 

 

28. Februar 2013

 

Mein Leser Heiner Gysel schrieb mir aus der Schweiz:

“Es ist schon eine Weile her, seit ich das Buch „Oh wie schön ist Kanada!“
gelesen habe. Ich habe versucht, jeweils auf der Karte oder auf Google Earth
die Orte zu finden, wo sich die Geschichten abspielen. Diesen Teil mit der
langen Strasse auf Eis musste ich zweimal lesen, so unglaublich hast du das
beschrieben.
Das ist mir oft gelungen und hat viel zum Verständnis der
örtlichen Gegebenheiten beigetragen. Sehr oft war aber meine Fantasie
gefordert, da ich mir ein so grosses Land mit diesen Distanzen einfach nicht
richtig vorstellen kann.
Manchmal hat mich die Beschreibung der kanadischen
Männer fast etwas ( na sagen wir ) stutzig gemacht. Das müssen ja Supertypen
sein. Doch die Beschreibung der Landschaften, das liegt dir so
wunderbar, dass der Leser gleich abreisen möchte.
Fazit: ich habe das Buch verschlungen und wäre am liebsten gleich abgereist.
Bitte schreib mir doch, wenn du eine Reise in Kanada machst, so kann ich
dieses Land auf virtuellem Weg kennenlernen.”

 

 

 

23. Februar 2013

Bären sind immer ein Thema hier in Kanada. In diesen Tagen auch in der Schweiz.

Ein eingewanderter Braunbär hat Aufregung und eine Kontroverse ausgelöst. Deshalb wollte eine Schweizer Zeitung wissen: Wie ist denn der Umgang mit Bären in Kanada?

Die meisten Europäer denken, die Kanadier sind viel gelassener, was das Leben mit Bären betrifft. Das ist richtig, aber nur teilweise. Die meisten Kanadier leben in Städten und haben noch nie einen Bären gesehen.

Aber wo ich wohne, in einer eher ländlichen Gegend ausserhalb von Vancouver, sind Begegnungen mit Bären natürlich häufig.

 

 

Schwarzbär in einem Garten in unserem Dorf (Bild Susanne Keller)

In meinem Garten habe ich schon öfters Schwarzbären angetroffen. Ein Bär spazierte an meiner Balkontüre vorbei, als ich am Esszimmertisch sass. Meine Katze verschwand unter dem Polstersessel. Als ich die Balkontür öffnete und den Bären anschrie (er soll wissen, dass er sich hier nicht aufhalten soll), drehte er kurz den Kopf und schlenderte dann gemächlich davon.

Ein andermal sass ich bei schönem Wetter im Garten und las ein Buch, als ich ein lautes Krachen im Gebüsch hörte. Ich packte meine Katze und rannte ins Haus. Vor dort aus sah ich einen riesigen Bären aus dem Gebüsch gucken. Er verschwand nach einer Weile. Von Nachbarn hörte ich, dass dieser Bär schon seit Jahren die Runde durchs Dorf macht und in der Nähe meines Hauses jedes Jahr einen Pflaumenbaum plündert.

Dann tauchte eines Tages ein jüngerer Bär auf, ein Teenager, der auch nach lautem Rufen nicht von meinem Grundstück verschwinden wollte. Er trollte sich erst nach einer geraumen Weile.

Am meisten beeindruckte mich aber eine Bärin mit zwei Jungen, die an einem Samstag um 11 Uhr morgens nur wenige Meter von mir entfernt die Strasse überquerte. Das machte mir wieder klar, dass ständig Bären in der Umgebung leben, wir sehen sie nur nicht immer.

Es ist aber noch nie etwas in unserer Gegend passiert, Menschen kamen noch nie zu Schaden. Nur einmal, als ein Bär in der Nähe des Einkaufszentrums und der Schule auftauchte, wurde er vom Wildhüter erschossen. Das löste einen Proteststurm in der Lokalzeitung aus.

Aber wie mein folgender Artikel zeigt: In Kanada werden viele Bären erschossen, die den Menschen zu nahe kommen.

 

Hier kann man den Artikel lesen, wann man die Zeile anklickt.

 

 

Grizzlybären in British Columbia (Foto David Norman)

 

 

12. Februar 2013

Ich lerne wieder jede Menge ausgewanderte Schweizerinnen und Schweizer in Kanada kennen!

Grund ist ein Projekt des Schweizer Konsulats in Vancouver. Diese Schweizer sind tatsächlich schon seit 100 Jahren in Vancouver! Die konnten gar nicht schnell genug nach Kanada kommen, um die abtrünnigen Landsleute zu betreuen. Die Schweizer dürfen ja auch Doppelbürger sein und immer noch in Schweizer Angelegenheiten ihre Stimme abgeben.

Auf alle Fälle kontaktierte mich Konsul Urs Strausak und lud mich ein, einen Blog über Schweizer im Westen Kanadas zu schreiben. Einen amüsanten, unterhaltsamen Blog, um genauer zu sein. Und alles auf englisch!

Jetzt habe ich einen offiziellen Grund, alle möglichen Leute in British Columbia, Alberta und im Yukon, die mich interessieren, anzurufen und ihnen Worte zu entlocken, die sie dann im Blog wieder sehen können.

Und ich kann Kanadier(innen), die es in die Schweiz verschlagen hat, fragen, was sie denn so von ihrem Gastland halten. Cool!

 

Hier der Link zum Blog “Bernadette`s Take”. Klicken Sie hier.

 

 

19. Januar 2013

Zurück in Vancouver!

Wenn ich von der Ostküste Kanadas über den gesamten Kontinent nach Vancouver an der Pazifikküste fliege, dann überquere ich nicht nur sechs Zeitzonen.
Ich komme auch in eine ganz andere Klimazone. Vom tiefsten Winter mit 30 Grad unter Null in Neufundland in eine schneelose, milde, üppige Landschaft.

Was brauche ich nach Mexiko, Hawaii oder Kuba zu reisen wie viele Kanadier im Winter? Vancouver und die Sunshine Coast fühlen sich für mich wie ein exotisches Paradies an!

Hier Kontraste, die ich mit der Kamera eingefangen habe.

Aussicht von meinem Fenster in Neufundland

 

 

Aussicht von meinem Fenster in Vancouver einige Tage später…

 

 

 

 

 

 

 

 

Straßenszene in Vancouver im Januar

 

 

 

 

 

 

 

 

Straßenszene in einem Dorf im Norden Neufundlands im Januar

 

27. Dezember 2012

Weihnachten verbringe ich bei der Familie meines Partners in Neufundland. Da wird zwölf Tage lang gefeiert und der Weihnachtsbaum gleich hinter dem Haus gefällt. Man besucht alle Nachbarn (die meisten sind Familienmitglieder) und Freunde ringsherum und lässt sich mästen wie eine Weihnachtsgans.

Auf seinem Wagen (sorry, Schlitten) rief Santa Claus: “Wer will noch umarmt werden?”, und da konnte ich einfach nicht Nein sagen. Wer sagt denn, dass Santa nur für die Kleinen da ist…

Keine Wachskerzen für kanadische Tannenbäume!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielleicht müsste man ein paar Karibus vor Santas Schlitten spannen.. (Fotos Calonego)

 

Eine weihnachtliche Zuschrift aus Deutschland:

Sehr geehrte Frau Calonego,

als ich vorhin in unserer kleinen Bücherstube im Ort war ist mir das Buch von Ihnen “Oh, wie schön ist Kanada!” sofort aufgefallen und ich habe keine Sekunde gezögert es zu kaufen.
Ich war im Sommer mit meinem Mann und meine Kindern für drei Wochen mit dem Camper unterwegs, Ausgangspunkt war Vancouver.
Es war so traumhaft, dass wir für nächstes Jahr gleich wieder gebucht haben.
Ich freue mich schon auf Ihr Buch, denn ich fand die Kanadier einfach super.
Wahrscheinlich kann ich nur im Ansatz verstehen, wie es ist im Land zu leben aber schon jetzt kann ich es kaum erwarten, bis es wieder August wird.
Ich wünsche Ihnen noch viele Einfälle für Bücher in diese Richtung.
Ebenso wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes neues Jahr.

Liebe Grüße nach Kanada
aus Deutschland vom schönen Bodensee
sendet Ihnen
Susanne Weckerle

 

 

3. Dezember 2012

Der Winter ist hier! Die Teiche sind zugefroren.
Und wie es sich für richtige Kanadier gehört, werden gleich die Schlittschuhe angeschnallt!

Früh übt sich …

 

 

Ein Mann aus der Eishockey-Nation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

30. November 2012

Es gibt auch einen ganz “normalen” Abenteuer-Tourismus in Kanada, nicht nur Wildnis, Natur und unerwartete Tierbegegnungen. Abenteuer wie Zip Lining zum Beispiel, oder auf gut deutsch Seilrutschen.

Ich habe es zum ersten Mal gewagt, und es hat sich hundertprozentig gelohnt. Die Drahtseile spannten sich über eine Schlucht mit einem Wasserfall, und es gab sieben Plattformen, von denen  aus man in den gähnenden Abgrund rannte.

Eine andere Teilnehmerin ließ akrobatisch den Kopf nach unten hängen, die Füße nach oben gestreckt. So waghalsig war ich nicht, und ich ließ auch nie meine Arme frei, obwohl man das ohne weiteres hätte tun können.

Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Unser Guide war übrigens ein Deutscher, der in Kanada hängengeblieben ist (keine Anspielung auf das Seil!) und seine Sache sehr gut machte. Ich fühlte mich in guten Händen, auch wenn ich hoch oben am Draht baumelte, unter mir nichts als Luft.

 

1. November 2012

 

Road Trips in Kanada – es gibt nichts Besseres! Und abenteuerlich ist es meistens auch, vor allem wenn die Straße nur aus Erde besteht und durch die Wildnis führt. Wir fuhren auf einer neugebauten Straße durch Labrador: 410 Kilometer lang und kein einziges Haus und natürlich auch keine Tankstelle! Wir schafften die Strecke in fünf Stunden.

Nur mit Glück sind wir wegen eines Radschadens nicht mitten im Nirgendwo gestrandet. Leider sahen wir keine Bären, nur Eichhörnchen, einen Zobel und Vögel. Dazu hörten wir Musik aus Labrador, über einen Großvater, der sich im Winter nicht wusch, in seinen Kleidern zu Bett ging und fand, zuviel Seife mache nur krank. So mussten wir nicht das bedrohliche Knirschen des Radlagers hören…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Oktober 2012

 

Als Schweizerin bin ich an Ordnung, Sauberkeit und renovierte alte Häuser gewöhnt. In Kanada dagegen geht man mit Zerfall und Vergänglichkeit entspannter um. Das sieht man auch an vielen Friedhöfen, die irgendwo in der Landschaft vor sich hindämmern, umgeben und umwuchert von viel Natur. Sie sind geheimnisvoll und wollen auf sachte, sorgfältige Weise entdeckt werden.

Dass sich kein Gärtner um Blumenbeete kümmert und die Grabsteine manchmal schräg in der Gegend stehen, tut in meinen Augen diesen Gräbern keinen Abbruch – im Gegenteil. Durch ihre Unvollkommenheit besitzen sie eine eigentümliche Schönheit und Ausstrahlung.

Manchenorts in Kanada werden auch ganze Dörfer einfach ihrem Schicksal überlassen, zum Beispiel an Orten, an denen Bergwerke geschlossen werden oder wo die Regierung  einst die Bewohner umsiedelte. In Geisterstädten herrscht eine eigentümlich faszinierende Atmosphäre.

Ich finde solche verlassenen Orte fesselnd, für mich weht dort der Hauch der Vergangenheit stärker als in sterilen, zu Tode renovierten Gemäuern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine 82jährige Leserin schrieb mir, noch bevor sie mein Buch “Oh, wie schön ist Kanada!” fertig gelesen hatte. Und dann schrieb sie mir nochmals. Es ist schön, wenn Ereignisse in meinem Buch Erinnerungen in anderen Menschen wecken.

Liebe Bernadette !!!

Wir hatten Besuch aus Deutschland und als Geschenk bekam ich : “Oh wie schoen ist Kanada !! “
Ich musste Ihnen ( dir ) gleich schreiben, trotzdem ich erst in der Mitte vom Buch bin. Wie viele Erinnerungen werden wach. Auch mein Mann, der alte Seebaer, wurde auf der Faehre nach Charlotte Islands seekrank. Hast du auch die Geschichte von der Goldenen Spruce gehoert ????
Ich kann gar nicht sagen, wie herrlich dieses Buch ist, wie viele Erinnerungen kommen da. Neufundland. Ja, das sind wirklich die freundlichsten Menschen der Welt ! Was koennte ich dir da alles erzaehlen von unseren Erlebnissen. (…) In Rocky Harbour waren wir das erstemal im B&B. Einfach herrlich. Ein Moose ist uns direkt vors Auto gelaufen.
Na, und dann den Mut, den Dempster Highway im Winter zu fahren. Mensch Maedchen !!!!!!!! Wir standen unter dem Schild, gleich am Anfang, fuhren ein Stueckchen und dann kamen Warnungen, dass die Bruecken noch nicht offen waren. War vielleicht ganz gut . Prima finde ich auch den Ausdruck, dass es bei Dawson City so aussah, als wenn die Erde durch den Wolf gedreht wurde. Ich hatte nach Worten dafuer gesucht, aber darauf bin ich nicht gekommen. Und wie du die Canadier durchschaut hast. Grossartig und es stimmt.

Wir leben seid 1954 in Canada und haben das Land von Ost nach West durchreist. Wir wohnen an der Georgian Bay, und unsere Gaeste waren begeistert von unserer neuen Heimat. Ich freue mich schon morgen weiterzulesen.
Ganz liebe Gruesse von Helga aus Canada !

 

 

28. August 2012

 

Die frühe kanadische Geschichte fasziniert mich, vor allem was vor Ankunft des französischen Entdeckers Jacques Cartier – er landete im Jahr 1534 an der Küste von Neufundland – passiert ist.

Wir wissen heute, dass Wikinger rund 500 Jahre vor Kolumbus Fuß auf den nordamerikanischen Kontinent setzten und kurzzeitig dort siedelten. In L`Anse aux Meadows an der Nordspitze von Neufundland kann man den Ort sehen, wo einst ihre Sodhäuser standen. Der norwegische Entdecker Helge Ingstad und seine Frau Anne Stine, eine Archäologin, fanden ihn mit Hilfe von Einheimischen und gruben dort die Fundamente aus.

 

 

Nachbildung der Wikinger-Siedlung in L`Anse aux Meadows

 

 

 

 

 

 

 

Ich reiste auch nach Labrador, um den ältesten uns bekannten Grabhügel in Nordamerika aufzusuchen. Er befindet sich in der Nähe des Dorfes L`Anse Amour und birgt das Skelett eines Kindes, das mit viel Aufwand vor rund 7000-8000 Jahren bestattet wurde.

 

 

 

 

 

 

Als ich von einem kanadischen Hobby-Archäologen namens Robert Burcher hörte, der mysteriöse Inschriften auf alten Steinen zu entziffern sucht, begleitete ich ihn vor einigen Wochen auf einer seiner Expeditionen.

Es wurde ein aufregender Streifzug, ganz nach meinem Geschmack. Glücklicherweise sind diese Steine nicht leicht aufzufinden, so sind sie vor Vandalen geschützt.

Noch können viele der alten Inschriften nicht entziffert werden, aber vielleicht geben sie eines Tages ihr Geheimnis preis…

 

 

 

 

 

 

27. Juli 2012

Heute bin ich zu einer Hochzeit eingeladen! Es ist meine erste kanadische Hochzeit als Gast.

Letzte Woche begegnete ich einem anderen Hochzeitspaar auf der ostkanadischen Insel Fogo Island. Brautpaar und Gäste fuhren mit Quads (geländegängigen offenen Fahrzeugen) der Straße entlang, während die Bewohner der Dorfes Joe Batt`s Arm die Parade mit Salutschüssen aus ihren Gewehren ehrten.

Später erwischte ich das glückliche Paar zufällig beim Fototermin vor einer Fischerhütte, die Braut balancierte barfuss auf den rohen Holzplanken. Ein rührendes Bild!

In Kanada heiraten indes immer weniger junge Leute. Stattdessen leben sie einfach zusammen. Common-law nennt man diesen rechtlichen Status, der vor dem Gesetz aber sehr eheähnlich behandelt wird.

Bei der Volksbefragung im Jahr 2006 (neuere Zahlen kommen erst in diesem Herbst heraus) waren 69 Prozent aller zusammenlebenden Paare verheiratet, fünf Jahre zuvor waren es noch 71 Prozent und vor zwanzig Jahren 80 Prozent gewesen. Während derselben Zeitphase 2001 – 2006 stieg der Anteil der Common-law-Paare von 14 auf 16 Prozent. Vor zwanzig Jahren gab es nur sieben Prozent Common-law-Paare unter allen Familien.

Vielleicht hält die Angst vor einer Scheidung die Kanadierinnen und Kanadier vor dem offiziellen Ja-Wort ab: Derzeit wird damit gerechnet, dass 37,7 Prozent aller kanadischen Ehen vor dem 30. Ehejahr in einer Scheidung enden werden.

Dem Paar auf dem Bild wünsche ich jedoch von Herzen ein “happily ever after”!

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Noch etwas: Meine Bücher werden sogar in Nepal gelesen! Von einem Deutschen, der dort mit seiner einheimischen Frau lebt, erhielt ich diese E-Mail:

Hallo Bernadette

Ihr Buch “Unter dunklen Wassern” hat mich sehr beeindruckt. Neben der guten story, hat mir vor allem die detaillierte Beschreibung von Canada gefallen. Das lokale Home Ministry sollte Ihnen sehr dankbar sein fuer die verlockende Beschreibung der moeglichen Erlebnisse dort. Obwohl ich schon in Canada war, hat dieses Buch den Wunsch wieder erweckt, noch einmal eine laengere Reise dorthin zu unternehmen.
Wir leben in Nepal, haben dort die Olivenkultur eingefuehrt, und zuechten Alpacas. Beides kannte Nepal bisher nicht. Nach fast 20 Jahren Bombay, sind wir hier haengen geblieben. Hauptgrund war wohl der, dass meine Frau aus Nepal kommt.

Nachdem ich Ihr Buch gelesen hatte, konnte ich einfach nicht anders als Ihnen zu schreiben. Die Art wie Sie die kanadischen Details beschreiben ist so interessant, dass man sich am liebsten gleich ins Flugzeug setzen moechte um das selbst zu erfahren.

Ich werde sofort Ihre anderen Buecher bei Amazon bestellen.

Gruesse
Hartmut Bauder”

 

4. Juli 2012

 

Hunderte von Buckelwalen jagen derzeit Fischschwärme an der Nordküste der Insel Neufundland. Was für ein Spektakel! Sie schlagen mit ihren Seitenflossen auf die Wasseroberfläche, um den Capelin vor sich herzutreiben. In der ganzen Bucht kann man das Knallen hören!

Ich hatte die Gelegenheit, im Motorboot eines Fischers ganz nahe an die Wale heranzukommen – das heißt, so nahe, wie man es als Tierfreundin verantworten kann. Die Vorstellung, dass so ein Wal ein kleines Boot mit einem Schlag der Schwanzflosse zum Kentern bringen könnte, ist ganz schön respekteinflößend. Aber man sagte mir, das sei noch nie in dieser Gegend passiert.

Wie konnte man diese friedlichen Tiere nur während Jahrhunderten schonunglos jagen, bis sie fast ausgemerzt waren! Ein fürchterlicher Gedanke. Aber dass ich nun das Glück hatte, sie so nahe zu beobachten und ihr lautes Schnaufen zu hören, ist tröstlich. Ein Ozean mit diesen riesigen Bewohnern stimmt immer noch hoffnungsvoll. Diese Erfahrung hat mich zutiefst bewegt.

 

 

 

 

 

Über diese Zuschrift habe ich mich sehr gefreut. Viel Spaß in Kanada, Jan Meschede!

 

liebe frau calonego,
auf diesem wege möchte ich ihnen zu dem sehr schönen und gelungenen buch “oh,wie schön ist kanada” gratulieren.freunde haben es mir an meinem letzten abend in deutschland geschenkt bevor ich in “mein” abenteuer canada aufgebrochen bin.ich habe es mit gebanntem interesse förmlich verschlungen :-) schade nur das es soooo kurz ist.kommt noch ein zweiter teil???

ich starte mein jahr work+travel in nova scotia.bin gespannt und freue mich auf eine tolle zeit und hoffe das ich es irgendwie schaffe ganz hier zu bleiben….habe mich in land und leute verliebt obwohl ich noch längere zeit brauchen werde meine deutschen”tugenden” abzulegen bzw auf canadisches niveau runterzuschrauben….das haben sie ja auch in ihrem buch sehr amüsant beschrieben(party-einladung!!).in diesem sinne weiter so tolle bücher schreiben und alles gute………

Jan Meschede
z.Zt Port Hawkesbury,NS

 

 

20. Juni 2012

 

Willow vor ihrer 500-km-Fahrt zum Tierarzt

Für uns Europäer sind die weiten unbewohnten Landstriche in Kanada ein Traum. Kilometer um Kilometer kein Haus, kein Auto, keine Menschen – nur Natur.

Aber man darf nicht vergessen, dass man einen Preis zahlt, wenn man so abgelegen wohnt. Das wurde mir vergangene Woche bewusst, als ich zwei Kätzchen von Bekannten aus einem kleinen isolierten Dorf zum nächsten Tierarzt fuhr. Seine Praxis ist 500 Kilometer entfernt – das sind sechs Autostunden (bei gutem Wetter)!

Es war ein heißer Tag (warum muss es immer dann ausgerechnet heiß sein, wenn man stundenlang Auto fahren muss?) und kein Schatten zum Anhalten der Straße entlang. (Im vergangenen Winter machte ich die Strecke mit einer Katze bei Schneefall und 120-km/h-Wind! Es wurde eine Horrorfahrt.)

Die Kätzchen miauten die gesamte Strecke ohne Unterlass in ihren Käfigen. Ich fragte den Tierarzt, ob er nicht vielleicht zweimal jährlich in die entlegenen Dörfer fahren würde, um Katzen zu kastrieren. Er lehnte kategorisch ab. “Too busy”, sagte er.

Nach der Operation ging es wieder 500 Kilometer zurück. Ein Trost: Die Kätzchen sind wohlauf.

 

Hier noch ein aktuelles Interview über das Buch “Oh, wie schön ist Kanada!” mit dem DKG-Journal (anklicken).

Mit freundlicher Genehmigung des DKG-Journals

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8. Juni 2012

Ich habe die Seite “Biografie” mit einem Frage-Antwort-Teil ergänzt, denn häufig werden mir bestimmte Fragen gestellt, und ich dachte, es sei sinnvoll, einige von ihnen gleich dort zu beantworten.

Es ist spannend, welche Fragen mir zugesandt werden. Gerade fragte mich eine Theologin aus der Schweiz, wie die Inuit – so werden die Eskimos in Kanada genannt – das Wort “Sünde” in ihrer neuen Bibel übersetzten und ob sie überhaupt das Konzept Sünde kennten. Ich fragte einen Inuit-Übersetzer und siehe da, die Inuit haben tatsächlich ein Wort für Sünde, aber das Konzept “Erlösung” ist ihnen fremd, deshalb wird es in ihrer Sprache Inuktituk mit “Rettung aus einer Gefahr” umschrieben.

Eine zehnjährige Schülerin machte ein Interview mit mir. Hier ihre Fragen:

 

1. Was sind die Vorteiles Ihres Berufs?
2.  Welches sind die Nachteile?
3.  Warum sollte man Schriftstellerin werden?
4.  Was ist leichter zu schreiben – Science Fiction, Historische Romane, Biografien, Sachbücher, Krimis usw.?
5.  Welche Persönlichkeit eignet sich gut für eine Autorin?
6.  Welche Talente sollte man haben?
7.  Ist es leichter, Geschichten zu erfinden oder wahre Geschichten zu schreiben?
8.  Wie lange geht es, bis ein Buch veröffentlicht ist?
9.   Ist es schwierig, langweilig, lustig oder leicht, ein Thema für ein Buch zu finden?
10.  Wer entwirft den Buchumschlag und wie macht man das?

Diese Fragen haben mich ganz schön ins Schwitzen gebracht!

 

Da am 19. Juni mein erstes Buch “Nutze deine Feinde” unter dem Titel “The Zurich Conspiracy” auf Englisch herauskommt, habe ich bei den Fotos eine neue Sektion mit Fotos von Zürich hingestellt. Auf vielen Bildern sieht man Orte, Plätze und Gebäude, die im Buch vorkommen. Zürich ist ein absolut toller Schauplatz für einen Thriller!

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier noch eine Zuschrift eines Lesers, die mich freut:

Hallo Frau Calonego,

ich lebe seid fast 4 Jahren in der Naehe von Calgary. Ein Freund hat mir vor ein paar Tagen Ihr Buch “Oh wie schoen ist Canada” geschickt. Ich habe es innerhalb von ein paar Tagen gelesen und wollte Ihnen sagen, dass ich mich koestlich amuesiert habe.
75% der Erlebnisse habe ich so aehnlich auch erlebt und Sie haben es sehr anschaulich und zutreffend geschildert.
Danke

Sonnige Gruesse aus Alberta

Ralf

 

 

22. Mai 2012

Gerade ist eine interessante Anthologie unter dem Titel “Globale Heimat.ch” erschienen, zu der ich eine Erzählung beisteuerte: “Auf den Bergen schaukelt es nicht” .

In einem Neufundländer Fischerdorf wird eine Schweizerin, die ein lediger Fischer in seinem Haus beherbergt, mit misstrauischen Augen beobachtet.

 

Globale Heimat.ch

384 Seiten,
Broschur
Fr. 34.00, Euro: 25.00
ISBN: 978-3-85990-172-8

 

Der Sammelband enthält Essays, Kurzgeschichten, Gedichte, Briefe, Slam Poems, Drehbuchauszüge usw. von Melinda Nadj Abonji, Arnaldo Alberti, Gabrielle Alioth, Sabina Altermatt, Donata Berra, Irena Brežná, Bernadette Calonego, Arno Camenisch, Monica Cantieni, Alex Capus, Martin R. Dean Fabian Eric, Catalin Dorian Florescu, Dante Andrea Franzetti, Simon Froehling, Daniel Goetsch, Michael Guggenheimer, Christian Haller, Lukas Hartmann, Franz Hohler, Petra Ivanov, Zoë Jenny, Ben Kron, Rolf Lappert, Massimo Lardi, Charles Lewinsky, Sunil Mann, Donal McLaughlin, Urs Mannhart, Eric Masserey, Roland Merk, Klaus Merz, Francesco Micieli, Jürgen Möller, Milena Moser, Adolf Muschg, Bessa Myftiu, Alberto Nessi, Paul Nizon, Claudia Quadri, Ilma Rakusa, Dragica Rajˇci´c, Sylviane Roche, Rafik Ben Salah, Samir, Hansjörg Schertenleib, Birgit Schreyer Duarte, Jürg Schubiger, Ruth Schweikert, Christoph Simon, Esther Spinner, Verena Stefan, Franco Supino, Vincenzo Todisco, Raphael Urweider, Sabine Wen-Ching Wang, Christina Viragh, Urs Widmer und Kilian Ziegler.


Viel Vergnügen beim Lesen!

 

16. Mai 2012

Zurück von meiner Reise in die Schweiz und nach Deutschland!

Soviele Begegnungen und Eindrücke – unglaublich, die Liebenswürdigkeit und Gastfreundschaft von Menschen, die mir seit vielen, vielen Jahren die Treue halten. Hier ein großes Dankeschön an meine Freundin Irene Zortea, die mir ihre tolle Wohnung während meines Aufenthalts überließ. Und Christa Zimmermann, die viele lange Stunden auf dem Flughafen Kloten wartete, weil ich meinen Anschlussflug in London verpasste.

In Zürich, dieser wunderschönen, pulsierenden, mediterranen Schweizer Stadt, wandelte ich auf den Spuren meines Krimis “Nutze deine Feinde”, der im Juni in der englischen Version “The Zurich Conspiracy” veröffentlicht wird (ich wandelte aber auch im Kreuzgang des Großmünsters, durch den mich meine Freundin Gisela Dalvit fachkundig führte). Auf der Foto die Türme des Großünsters im Hintergrund, sie kommen auch im Buch vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich traf viele Freundinnen und Freunde, die mir trotz der Distanz zu Kanada nah am Herzen geblieben sind. Etwa Brigitta und Fabian, die früher auch in Kanada lebten und nach einigen Jahren wieder in die Schweiz zurückgekehrt sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

Und ich besuchte das Dorf Buochs am Vierwaldstättersee, wo ich aufwuchs, und das sich zwar verändert hat, aber immer noch viele schöne und wehmütige Erinnerungen birgt. Schwimmen im See, Bergwanderungen, viel Natur, helfen auf dem Bauernhof des Nachbarn, Maikäfer sammeln, die Prozession zur Waldkapelle, Schlittenfahrten mit der Taschenlampe an Winterabenden, Tanzen in der Dorf-Discothek, barfuß im Sommerregen, “Kulturfilme” im Kino, internationales Trachtenfest, Fahrten mit dem Dampfer über den See, Völkerball auf dem Schulhausplatz, strenge Nonnen als Lehrerinnen, Älplerchilbi und am Nationalfeiertag Feuer auf den umliegenden Bergen usw usw.

 

 

 

8. April 2012

Das ist mein Lieblingsplatz zum Lesen im Garten – unter einem Ahornbaum natürlich!

Mein Kater Sammy (rechts im Bild) leistet mir Gesellschaft, wenn er nicht gerade Mäuse jagt.

Ich wünsche Ihnen/euch allen schöne Ostern, Passover, Pasqua, Pacques … – und ein gutes Buch zum Lesen!

(Für mich sind es derzeit Kurzgeschichten der kanadischen Dichterin Alice Monro.)

 

P.S. Es ist eine ganz besondere Ehre, von einer Autorenkollegin ein Kompliment zu erhalten. Marion Feldhausen schreibt auch Krimis, und Sie können einen Blick auf ihre Webseite werfen: www.marionfeldhausen.de

Hier ihr Schreiben:

Liebe Bernadette Calonego,

wollte Ihnen zu Ihrem wunderbaren Krimi “Unter dunklen Wassern”, der viel mehr ist als ein solcher, gratulieren. Konnte ihn nicht aus der Hand legen, eine Seltenheit in all der Krimi- und Thrillerwüste unserer Tage. Freue mich darauf, Ihre anderen Bücher zu lesen. Ich bin wirklich begeistert.

Herzlich

Marion Feldhausen

 

 

3. April 2012

 

Ich warte immer mit Spannung auf den Umschlagentwurf eines neuen Buches. Wie wird der Graphiker/die Graphikerin den Inhalt in ein starkes und aussagekräftiges Bild umsetzen?

Was sehen die Leserinnen und Leser zuerst, wenn sie mein Buch vor sich haben?

Jetzt ist es wieder soweit mit der englischen Übersetzung meines ersten Thrillers “Nutze deine Feinde”. Das Buch erscheint im Juni im Verlag AmazonCrossing unter dem Titel “The Zurich Conspiracy”.

Der Umschlag gefällt mir sehr, ich muss der Person hinter diesem Werk ein Kompliment machen. Düster, geheimnisvoll, sinnlich. Wie gefällt er euch?

Es war auch eine Ehre (und ein Vergnügen), mit dem kanadischen Übersetzer Gerald Chapple zusammenzuarbeiten, der für seine Leistungen ausgezeichnet wurde.

Endlich werden nun meine kanadischen Freunde ein Buch von mir lesen können! Das ist aufregend.

 

 

 

3o. März 2012

Ich liebe die kanadische Fähren! Wer an der Westküste Kanadas lebt, kommt nicht ohne sie aus.

Auf der Fähre trifft man sicher Leute, die man kennt, und die Szenerie ist wunderschön. Der Blick aufs Wasser ist fast meditativ, und manchmal sieht man Wale oder Delfine springen. Wer eine Rundreise von Vancouver nach Vancouver Island machen will, kann vier Fähren benützen: von Horseshoe Bay an die Sunshine Coast, von dort nochmals eine Fähre, um nach Powell River zu gelangen, dann mit der dritten Fähre nach Comox auf Vancouver Island und von Nanaimo wieder nach Horseshoe Bay.

Billig sind diese Fähren nicht, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Aber sie geben einem das Gefühl, noch eine Reisende wie in Pioniertagen zu sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier die Zuschrift einer Leserin aus Berlin (vielen Dank, dass ich sie veröffentlichen darf):

Liebe Frau Calonego,

ich habe den Entschluss gefasst nach Kanada zu gehen. Ein Jahr Working Holidays. Von einer Freundin habe ich zum Geburtstag Ihr  Buch “Oh, wie schön ist Kanada” bekommen. Ich bin noch nicht ganz durch. Ich liebe es! Ich freue mich jetzt umso mehr, dass Vancouver meine erste Station sein wird. Sie haben einen großartigen Schreibstil. Und ich lerne so viel über Kanada. Ich wohne seit 10 Jahren in Berlin und habe ein riesiges Bedürfnis nach Stille und Natur. Ich denke, nach einer kurzen Zeit in Vancouver werde ich mich in die Rocky Mountains zurückziehen. Da lese ich dann Ihre beiden Krimis.

Sie sind inspirierend!

Beste Grüße aus einem sonnigen Berlin.

Antje Reinecke

 

 

 

5. März 2012

Manchmal fragen mich Leute nach meinen Hobbys.

Deshalb verrate ich Ihnen jetzt etwas: Neben dem Bücher schreiben und dem Journalismus habe ich eine heimliche Leidenschaft. Sie nennt sich Glasfusion, eine uralte Technik, bei der Glasstücke bei hohen Temperaturen im Ofen zu Schalen, Schmuck oder Windlichtern zusammengeschmolzen werden.

Die Glasteile schneidet man selber aus (und endet manchmal ungewollt mit Scherben).

Ich finde das Material Glas wunderschön, stark und zerbrechlich und glatt und kantig zugleich, und die Effekte, die durch das Schmelzen entstehen, sind unvergleichlich.

Hier arbeite ich nicht mit dem Kopf, sondern mit den Händen und allen Sinnen, und ich schwelge in Farben und Formen. Das sind Momente des Versunkenseins, die glaub`ich jede/r zum Ausgleich braucht.

Ich hatte das Glück, bei der kanadischen Künstlerin Colette Samson die Grundlagen zu erlernen. Sie ist eine wunderbare Lehrerin.

Hier einige ihrer Werke: http://www.visual-voice.ca/fineart/colette%20bio.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch etwas: Kanada nimmt im Leben vieler meiner Leserinnen und Leser einen erstaunlich hohen (und emotionalen) Stellenwert ein. Vor allem freut mich, dass sich der Effekt so positiv auswirkt. Lesen Sie doch selber:

 

Liebe Frau Calonego!

Mein Name ist Jennifer und ich bin 18 Jahre alt. Vor knapp 2 Jahren habe ich einen Schüleraustausch in Kanada gemacht und bin seitdem schwer verliebt in dieses unglaublich schöne Land. Ich habe 7 Monate in New Brunswick, in einem kleinen Ort mit knapp 600 Einwohnern, gewohnt und bin dort zur High School gegangen.

Ich habe Ihr Buch “Oh wie schön ist Kanada” geschenkt bekommen und es innerhalb kürzester Zeit gelesen! Schon ab Seite 1 habe ich mich zurück erinnert gefühlt – ich bin auf einem Flughafen gelandet, der (mit Ihren Worten) den Namen Flughafen gar nicht verdient hat! :) Als ich Ihr Buch gelesen habe, hatte ich immer ein kleines Büchlein neben mir liegen, wo ich Notizen gemacht habe und alle Geschehnisse aufgeschrieben habe, die Sie beschrieben haben und auch ich genauso erlebt habe – es sind 2 ganze Seiten geworden :) Vielen Dank für dieses wundervolle Buch – es hat ganz tolle Erinnerungen in mir wachgerufen und mich unglaublich berührt!! :)

Liebe Grüße aus Wien

Jenny

 

15. Februar 2012

 

Während Europa von eisigen Temperaturen und unglaublichen Schneemassen heimgesucht wird, fühle ich mich hier an der Westküste Kanadas wie in einer warmen Enklave. Das bisschen Regen und bedeckter Himmel kann ich gut wegstecken, denn ich weiß, wie kalt es andernorts in Kanada ist. Aber die Leute hier sind ziemlich verwöhnt, und sie klagen über das “schlechte” Wetter, was ich nicht verstehen kann. Alles ist relativ. Hier ein Bild von der Sunshine Coast, einem Küstenabschnitt nördlich von Vancouver, die diesen Namen wirklich verdient. Die Bilder habe ich vor etwa  einer Woche gemacht! Ich musste meinen Mantel aufknöpfen, so warm war es.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier noch die Zuschrift einer Leserin, die sich in der Caribou-Region in einen Kanadier verliebt und ihn geheiratet hat:

 

Liebe Frau Calonego,
herzliche Gratulation zu einem wahrlich gelungenem Werk! “Oh, wie schön ist Kanada” habe ich vor zwei Wochen von meiner Schwägerin bekommen und habe es innerhalb von wenigen Stunden verschlungen. Abgesehen davon dass der Anfang Ihres Buches mich unglaublich an meinen ersten Eindruck von Williams Lake und Umgebung zur Zeit der Stampede erinnert hat – schmunzel – hat mich Ihre treffende Beschreibung und feinfühlige Ausdrucksweise der kanadischen Lebenseinstellung schwer beeindruckt. (…)

Liebe Grüße (derzeit aus Salzburg)

von Steffi Krumsiek

Die Webseite der Ranch von Steffis Schwiegereltern

www.bigbearranch.com

 

22. Januar 2012

 

Ein Freund von mir sagte einmal, man könne sich an die schönste Aussicht gewöhnen, wenn man sie jeden Tag sehen könne. Diesen Blick auf die Innenstadt von Vancouver und den Meeresarm False Creek genieße ich jeweils von der Wohnung von Freunden vom 13. Stockwerk aus. Ist er nicht spektakulär?

Wenn ich von einer längeren Reise zurückkomme wie jetzt, wirkt die Aussicht noch atemberaubender. Deshalb ist es manchmal gut, dass man von Vancouver weggeht, und wenn man zurückkehrt, verliebt man sich wieder neu in diese wunderbare Stadt.

Selbst der heftige Regen und sturmartige Winde können mir derzeit nichts anhaben, ich bade in der feuchten Luft und trage stoisch heruntergebrochene Baumäste aus dem Garten. Nur die zwei Waschbären, die sich mir frech und unerschrocken nähern, halte ich mit einem Besen auf natürliche Distanz. Sie sollten nicht vergessen, dass sie zwar putzig, aber dennoch wilde Tiere sind, die ich ganz bestimmt nicht füttern werde wie vielleicht andere Leute in der Umgebung.

 

In der Zwischenzeit habe ich wieder ganz unterschiedliche Zuschriften von Leserinnen und Lesern meines Buches bekommen, in deren Aussagen (so hoffe ich) sich vielleicht der eine oder die andere wiedererkennt. Ganz herzlichen Dank an alle, die sich die Mühe machten, mir ihre Gedanken und Meinungen und Erfahrungen mitzuteilen! Das bedeutet mir sehr viel.

“Liebe Frau Calonego,

Oh, wie schön ist Kanada,das haben wir diesen Sommer auch erfahren dürfen, als wir unsere Tochter besuchten. Sie war für ein Jahr im Schüleraustausch in BC,Prince George.

Vor kurzer Zeit fiel mir Ihr Buch in die Finger, gekauft und an einem Stück verschlungen.

Auf diese Weise konnte ich alles noch einmal Revue passieren lassen.(…ganz grosses Fernweh) . Es ist eines der wenigen Bücher, wo ich richtig stinkig war als es zu Ende ging.

Super Buch, war mir eine grosse Freude es zu lesen.

Nun muss ich mir natürlich noch Ihre anderen Bücher besorgen und hoffe, dass ich diese genauso gierig verschlinge ….

Thomas Groth”

 

“Liebe Frau Calonego,
Sie haben Ihre Leser darum gebeten, zu erzählen, wie ihnen Ihr neues Buch gefallen hat.
Nun, ich habe das Buch “Oh, wie schön ist Kanada” (super Titel, nebenbei bemerkt) zu Weihnachten bekommen, und obwohl ich keine(!) wirkliche Leseratte bin, habe ich mich sehr darüber gefreut. Ich war nach dem Abitur im Jahr 2010 selber für ein halbes Jahr in Kanada, habe dort auf Farmen in Kamloops, am Shuswap Lake und in Saskatchewan gearbeitet und mir natürlich auch die Rockies angeschaut. Seither lässt mich die Faszination dieses Landes nicht mehr los, weshalb ich auch Ihr Buch mit großer Begeisterung gelesen habe.
Mir haben Ihre Beschreibungen der verschiedenen Charaktere sehr gut gefallen und ich habe sicher einige der verschiedenen Eigenschaften wiedererkannt. Sogar auch bei mir selbst, was erklären könnte, weshalb ich in dem Land so gut zurecht gekommen bin und mich gleich Zuhause gefühlt habe.
Wie viele andere Ihrer Leser sicherlich auch, habe ich – auch oder erst recht nach diesem Buch – den Traum, einmal für längere Zeit, vielleicht sogar für immer in diesem Land zu wohnen. Durch Ihr Buch weiß ich nun noch ein wenig mehr über das, was dort auch mich zu kommmen könnte.
Ich habe mir daraufhin einmal wieder die ganzen Bilder von dieser tollen Zeit angeschaut und einmal mehr gedacht: “Oh, wie schön ist Kanada!”
Viele Grüße aus Deutschland,
Freda”

 

“Meine Freundin und ich waren beide im Sept/Okt 2011 das erste Mal in Kanada. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht an dieses wunderbare Land denken.
Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen. Ihres ist das erste seit langer Zeit und ich habe es regelrecht verschlungen. Danke dass Sie mich auf Ihre Reise mitgenommen haben. Ich befand mich mit jeder Zeile gedanklich in Kanada und so weit weg von Deutschland. Danke für dieses Erlebnis.”

Gabriela Waidhas, Nürnberg

 

 

2. Januar 2012

Weihnachten ist vorbei, der Jahreswechsel geschafft, der Alltag ist wieder eingekehrt – nur nicht im Norden Neufundlands. Hier wird Weihnachten zwölf Tage lang gefeiert, und die Mummers – auch Jannies genannt – treiben bis zum 3. Januar ihr Unwesen. Leute verkleiden sich, sie ziehen alte Kissenbezüge über das Gesicht, mit zwei Löchern drin für die Augen, oder verstecken sich hinter einer Maske. Sie wandern in Gruppen von Haus zu Haus, poltern an die Tür und fragen: “Lasst ihr die Jannies herein?” Man bewirtet sie mit Alkohol (die Kinder mit Sirup), manchmal führen sie Instrumente bei sich, meistens eine Handorgel oder Mundharmonika. Sie tanzen einen Jig, und die Gastgeber müssen raten, wer sich unter der Verkleidung verbirgt.

Mummering ist ein alter Brauch, wahrscheinlich geht er auf die irischen oder englischen Siedler zurück. Mummers müssen trinkfest sein, denn nach 26 Häusern oder so ist der Alkoholpegel ziemlich hoch, wie man sich denken kann.

Hier Fotos, die ich von großen und kleinen Mummers machte. Schön, dass es noch solche Bräuche in kleinen Dörfern gibt, wo man ohne Bedenken verkleidete Gestalten ins Haus lassen kann.

 

 

 

 

30. Dezember 2011

 

Ich erhielt diese Zeilen von einer erstaunlichen jungen Frau aus Deutschland. Erst fünfzehn Jahre alt und was für eine Stilsicherheit. Chapeau! Sie hat mir grünes Licht gegeben, ihre Gedanken mit Ihnen zu teilen.

 

Vor kurzem habe ich Ihr Buch “Oh, wie schön ist Kanada!” gelesen und ich  bin wirklich beeindruckt. Es ist einfach klasse geschrieben und  ermöglicht jedem Kanada- Fanatiker, genau wie mir, sich mit Land und Leuten noch mehr zu identifizieren. Ich lese sehr viel Literatur über Kanada und bin von daher schon ganz gut informiert und dennoch hat Ihr Buch noch so einige Wissenslücken geschlossen, viel Neues und Erstaunliches für mich offenbart. Ich möchte Ihnen dafür danken, dass Sie mich dem Land noch ein Stück näher gebracht haben. Auch, dass Sie mir als Leser ein tiefgründigeres Bild von der Einzigartigkeit und Vielfalt Kanadas ermöglicht haben.

Ich bin zwar erst 15 Jahre alt und war noch nie in Kanada, dennoch weiß ich, dass ich, sobald sich die Möglichkeit ergibt, nach Kanada auswandern werde. Ich sehe Ihr Buch als eine Bereicherung und bin froh es gelesen zu haben, denn es bestärkt mich noch mehr in meinem Entschluss, in dieses wunderbare Land auszuwandern und ich denke, mit Ihrem lustigen und überzeugendem Schreibstil, haben Sie noch viele andere Leser dazu angeregt. Denn eins ist glaube ich sicher, es gibt immer etwas Neues in  diesem Land zu entdecken.
Vielen Dank nochmal, dass ich Ihre Erfahrungen teilen durfte. Und  weiterhin viel Erfolg!
Liebe Grüße aus Deutschland

Theresa Wulf

 

Und hier noch eine mutige Einwanderin, die sich den Traum einer Guest Ranch in der kanadischen Provinz British Columbia erfüllt hat und mir erlaubt, diese Zeilen zu veröffentlichen:

 

Seit zwei Stunden klebe ich in Deinem neuen Buch fest, ich nicke, lache, schmunzle vor mich hin, und ich bin dankbar dass ich in diesem Klischee leben darf – weil es das schönste Klischee der Welt ist! Und Du hast es geschafft, es genauso einzufangen, wie es sich anfühlt. Einfach wunderbar! Ich lebe und arbeite hier auf Crystal Waters, seit mittlerweile zwei Jahren.  Mein Geschäftspartner und ich besitzen gemeinsam die Ranch und betreiben sie als Guest Ranch, hier oben im Cariboo, God’s Country, oder dem schönsten Platz der Welt ;-) Wir haben 27 Pferde, 2 Hunde, 2 Katzen, und jede Menge Wildlife.

Am Freitag kam mal wieder ein Paket von meiner Mutter an, mit Deinem Buch drinnen. Heute morgen beim Kaffee hab ich angefangen zu lesen,… dann hab ich Mama angerufen und gesagt sie muss es unbedingt nochmal für sich kaufen und selber lesen! Ich werde es auch sicher ein paarmal verschenken, weil meine Bekannten nicht müde werden, mich zu löchern, wie es ist, in Kanada zu leben, wie mutig ich doch bin, usw. Na ja das kennst Du ja sicher auch.

Nicole Guetler, Bridge Lake B.C.

www.crystalwatersranch.com

All diese Zuschriften bedeuten mir sehr viel, ganz lieben Dank dafür!

 

20. Dezember 2011

Weihnachten naht mit Riesenschritten. Hier Bilder von der Christmas Parade in einem kleinen Fischerdorf im Osten Kanadas.

Ich wünsche Euch allen entspannte und freudvolle Festtage!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und weil es so gut tut, noch zwei freundliche Zuschriften:

“Hallo Frau Calonego,
jedesmal, wenn ich in einen Buchladen gehe, komme ich nicht unter 3 Neuerwerbungen heraus. Gestern bin ich über Ihr Buch gestolpert und ich bereue überhaupt nichts! Vielen Dank, es hat sehr viel Spaß gemacht, so viele bekannte und neue Dinge über mein “Traumland” zu lesen!”

Tina aus Deutschland

 

Sehr geehrte Frau Calonego,

Ihr Buch “Oh, wie schön ist Kanada” hab ich förmlich verschlungen! Als Kanadafan -auch beruflich – kommt man Kanada und den Kanadiern noch ein Stück näher, z.T. mit einem Augenzwinkern. Ich habe das Buch auch meinen “Kanadakollegen” in D empfohlen. Vielen Dank nochmals für die genaue Beobachtung und kurzweilige Beschreibung !
Weiterhin viel Erfolg und beste Grüße
Katrin Oelgart-Hißbach

www.travelkanada.de

 

14. Dezember 2011

 

Auf meinen Reportagereisen treffe ich oft Auswanderer aus Europa an, die ihr Glück in Kanada gesucht und gefunden haben. Ihre Erfahrungen sind immer spannend und ich kann nicht genug davon hören.

Eine von vielen ist die Schweiz-Kanadierin Bettina Lori, eine ehemalige Journalistin, die zusammen mit ihrem Mann Herbert (ein Ex-Polizist) ein Boutique-Hotel im Gros-Morne-Nationalpark im Westen Neufundlands eröffnet hat. Bettina bildet auch Such- und Lawinenhunde aus und macht in ihrem Dorf Norris Point bei vielen kulturellen Veranstaltungen mit.

Lesen Sie hier die Geschichte von Bettina Lori (anklicken).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12. Dezember 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich befinde mich derzeit im Osten Kanadas an der Nordatlantikküste, wo die Temperatur auf minus 27 Grad Celsius (mit Windeinfluss) gefallen ist. Vor zwei Tagen brauste ein Sturm mit 125 Stundenkilometern über das Land hinweg, tagelang fielen der Strom und die Telefonverbindungen aus. Ein Hoch den Generatoren!

Jetzt bin ich wieder per Internet mit der Welt verbunden, und eine E-Mail vom Bodensee erreichte mich, die ich Ihnen mit Zustimmung der Schreiberin nicht vorenthalten will:

 

“Hallo liebe Frau Calonego,
mit 46 habe ich erstmals kanadischen Boden betreten am Vancouver Airport und habe auf der Stelle geheult-aus Glücksgefühlen heraus endlich heim gekommen zu sein. Aber ich war nie dort, hatte nie Kontakt nach Übersee.
Weiß der Kuckuck, aber bei jedem Abflug und jeder Ankunft bis heute, bei jedem Film, Foto und jetzt ihrem Buch kullern Tränen und mein Herz sehnt und spannt sich.
Ich kann das nicht erklären, dafür aber Ihre Faszination zum Land, der Menschen-der Ewigkeit dort. Ich fühle mich so unsagbar nichtssagend im positiven Sinne auf kanadischem Boden.
Vielleicht mag es an der noch natürlichen Dichte der Atmosphäre liegen, an fehlender Dichte des Ausstoßes von Atem zuvieler Menschen wie in Europa, vielleicht an der Durchlässigkeit der Luft, jedenfalls vibriert jede Zelle in mir und ich habe dieses Gefühl nur in Canada.
Es tut gut immer wieder auch von Menschen wie Ihnen zu lesen, die den Himmel und die Erde dort mit uns Lesern teilen.
Ich hatte verrückte wie berauschende Erlebnisse auf Vancouver Island oder in Golden. Ich vermisse Canada täglich.

Barbara Richert-Huemer

Eine heute 52j. Leserin vom Bodensee-Lindau.
Hier sieht es in manchen Buchten wenigsten wie in Vancouver aus. Berge im Hintergrund, der weite See, das besondere Licht.
War die einzigste Alternative hier in Deutschland.”



5. Dezember 2011

Die Zuschrift der Studentin M. S. aus Bonn:

“Sehr geehrte Frau Calonego,
gestern morgen bin ich in meine Lieblingsbuchhandlung gegangen um mich mit neuem Lesestoff einzudecken. Da sah ich auf einem Tisch ihr Buch “OH wie schön ist Kanada” liegen. Ich war schon öfter in Canada und bin unglaublich verliebt in dieses Land. Also blieb mir nichts anderes übrig als ihr Buch zu kaufen. Zu Hause fing ich gleich an es zu lesen und konnte nicht aufhören, bis ich es komplett durchgelesen hatte. Das Buch ist so wahr und wunderbar geschrieben und es beschreibt einige der schönsten Seiten Canadas. Besonders berührt hat mich dass ich an vielen Orten ihrer Geschichte bereits selbst gewesen bin wie beispielsweise am Grizzlytreffpunkt Stewart/Hyder. Vielen Dank für dieses Buch. Ich habe lange kein Buch mehr so genossen.”

Was wieder einmal beweist, dass man sich in Länder genau so heftig wie in Personen verlieben kann…

 

Foto Dave Norman

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Dezember 2011

Normalerweise ist die Vorweihnachtszeit nicht meine liebste Phase im Jahr. Die kanadischen bzw. amerikanischen Weihnachtsschnulzen im Fernsehen und in den Läden gehen mir auf die Nerven (ich finde die deutschen Lieder viel schöner und gemütvoller), und wenn es um vier Uhr schon dunkel wird, fehlen mir die Abendspaziergänge.

Aber es gibt trotzdem Grund zum Feiern: Eine Woche nach Veröffentlichung landete mein Buch “Oh, wie schön ist Kanada!” auf Platz 23 der TB-Sachbuchliste von Spiegel online. Es war der höchste Neueinsteiger in der Liste. Meinen Namen in einem Atemzug mit Bestseller zu lesen, ist wirklich ein tolles Gefühl!

Einen schönen Nebeneffekt hat die Veröffentlichung des Buches auch: Freunde und Leute, von denen ich schon lange nichts mehr gehört habe, schreiben mir plötzlich, und wir können die Fäden dort wieder anknüpfen, wo sie unterbrochen wurden. Ich höre Neuigkeiten aus ihrem Leben und es gibt uns einen Grund, wieder häufiger zu telefonieren. Auch Fremde melden sich, und wenn wir uns über das Buch austauschen, werden sie fast wie alte Bekannte.

Rolf aus Williams Lake schrieb mir:

“Hi Bernadette,

Herzliche Gratulation zu Deiner Webseite und Deinem Erfolg als Buchautorin ! Ich habe im Spiegel Online von Deinem Bestseller gelesen, was mich als CH-Auswanderer natuerlich interessiert hat. Deine Fotos zeigen, dass Du schon viel herumgekommen bist in Kanada und Deine neue Heimat liebst. Falls Du mal in die Gegend Williams Lake, BC oder Big Lake Ranch kommst, wuerde ich Dich gerne zu einem Kaffee oder Tee einladen. Ich selber arbeite hier in einer Gold- und Kupfermine in der Exploration und bin meistens in den Waeldern unterwegs. Als Naturfreund mit den Hobbys Fischen, Pilzen, Kochen und neuerdings auch Jagen (jedoch keine Trophaeenjagd..!) habe auch ich in Kanada das grosse Auswanderer-Glueck gefunden.
Nun wuensche ich Dir weiterhin viel Freude und Glueck in diesem herrlichen Land !”

Danke, lieber Rolf!

Ein Grund, mit euch allen aus der Ferne anzustoßen!

 

 

 

 

 

 

 

 

20. November 2011

Der nette Herr, der mir folgende E-Mail sandte, soll mich doch nochmals anschreiben. Ich möchte ihm gern antworten, aber etwas mit der E-Mail-Adresse stimmt nicht, die Mails kommen immer zurück.

Liebe Frau Calonego, ich habe gerade Ihr Buch “Oh, wie schön ist Canada” gelesen. Ich verlebe die meiste Zeit in Canada und weiß deshalb wie es dort ist. Wunderbar treffend ist der Inhalt des Buches.”

 

Aussicht

Die Aussicht von dem Haus, in dem ich mich gerade befinde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

16. November 2011

Solche Zuschriften wünscht sich jede Autorin:

 

“Liebe Frau Calonego,

habe soeben Ihr Buch “Oh, wie schön ist Kanada” fertig gelesen – und habe viel Interessantes über Land und Leute erfahren. Es ist humorvoll geschrieben und ich habe über manche Begebenheiten laut gelacht. Ich bin sehr begeistert über Ihren Schreibstil – sehr locker und informativ. Einziger Nachteil: Es ist nur ein wenig dünn – ich lese sehr gerne und wollte natürlich gern sehr viel mehr erfahren. :-)

Ich war vor 10 Jahren in Kanada -allerdings auf der Ostküste (Montreal etc)und war begeistert von der Natur und den Campingplätzen und riesigen Bäumen und vor allem vom Meer. Ich hoffe sehr, dass eine Fortsetzung des Kanada-Erlebnisbuches folgt und werde mir zur Überbrückung Ihre beiden anderen Bücher kaufen, damit ich mich in den trüben Tagen in München neben Glühwein und Plätzchen auf meinem Sofa spannende Abenteuer erleben kann.

Viel Erfolg für weitere schriftstellerische Werke und
viele Grüße aus München sendet Ihnen

Sabine Kormann

P.S. Habe schon meinen Freundinnen und Geschwistern dieses Buch als Tipp weitergegeben.”

Danke, Sabine Kormann, für dieses herzerwärmende Lob! Bernadette Calonego

 

 

 

14. November 2011

Mein neustes Buch “Oh, wie schön ist Kanada!” ist in den Läden!

Ich wäre jetzt gern in Europa, dann könnte ich eine Vernissage mit Freunden, Familie und Fans feiern. Aber wenn man so weit weg ist, scheint alles ein bisschen unwirklich.

Wäre ich nicht in Kanada, könnte ich jetzt durch Zürichs oder Münchens Innenstadt schlendern und in den Schaufenstern oder auf den Gestellen mein “Baby” sehen. Das würde mir, ich gestehe es, riesigen Spaß machen.

Großes Vergnügen hat mir dafür das Schreiben von “Oh, wie schön ist Kanada!” bereitet, es war ein ganz anderes Gefühl, als wenn ich Krimis schreibe. Natürlich hat es auch damit zu tun, dass vieles in diesem Buch auf meinen eigenen Erfahrungen basiert. Hinterher dachte ich: “Wow. Eigentlich habe ich ganz schön viel in diesem Kanada erlebt!”

Und ich stecke ja noch mitten drin in diesem Abenteuer. Ich könnte bereits eine Fortsetzung schreiben. Aber zuerst will ich meinen Krimi beenden, der auch in Kanada spielt.

Liebe Leserinnen und Leser, schreiben Sie mir doch, wie Ihnen “Oh, wie schön ist Kanada!” gefallen hat. Dann habe ich auch etwas Spannendes zu lesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15. Oktober 2011

Wenn es kalt und regnerisch wird, ziehen viele Kanadier in wärmere Gefilde, ältere Leute vor allem in die “gated communities”, die von Mauern und Gittern abgeschlossenen Viertel in US-Staaten wie Florida. Man nennt sie “snowbirds”. Oder sie fahren nach Mexiko und Hawaii in den Urlaub.

An der Westküste in der Region von Vancouver, wo ich lebe, ist das Klima sehr mild, und es regnet oft im Winter. Schnee gibt es in den Niederungen kaum, und wenn es mal schneit, wird Vancouver in ein Chaos gestürzt, weil die Leute mit Sommerreifen herumfahren und  ihre Geschwindigkeit nicht den veränderten Straßenbedingungen anpassen. Trotz des milden Wetters klagen die Vancouveriten stets, wie schlecht der Winter in diesem Jahr wieder gewesen sei. Menschen in Montreal oder Toronto, wo die Winter eiskalt und lang sind,  können darüber nur den Kopf schütteln.

Im warm-feuchten Klima der Westküste wächst der gemäßigte Regenwald (temperate rain forest), die Vegetation ist üppig, die dicken Bäume schießen in den Himmel, und in meinem Garten wächst das Unkraut schneller, als ich es jäten kann.

Ich liebe aber auch karge, felsige, öde Landschaften, etwa auf der Insel Neufundland im Osten Kanadas, wo Flechten und Moose und zähe Blümchen ums Überleben kämpfen. In solchen Gegenden ist alles aufs Wesentliche reduziert und man fühlt sich der Natur ganz nah. Durch solche Landschaften zu wandern, ist pure Seelenmassage für mich!

 

 

 

14. September 2011

Bekannte entdeckten diese Sattelrobbe auf ihrem Grundstück. Während Stunden rollte und rieb sie sich auf den Uferfelsen. Als ich sie fotografierte, fiel mir der grüne Belag auf ihrem Fell ins Auge. Ein einheimischer Fischer vermutet, es könnte Erdöl sein. Das würde bedeuten, dass das Fell seine natürliche Schutzfunktion für die Robbe nicht mehr wahrnehmen kann. Die Robbe würde langsam sterben.  Ölverschmutzungen bedrohen das Leben vieler Meeresbewohner. Sattelrobben halten sich im Sommer normalerweise in den kalten Gewässern der Arktis auf. Eines Tages könnten sie auch dort von Ölteppichen bedroht sein, wenn Öltanker durch diese Meeresstraßen fahren, weil die Wasserwege der Arktis wegen der globalen Erwärmung länger eisfrei sind. Eine traurige Vorstellung fürwahr.

 

 

 

 

 

Foto Bernadette Calonego

 

 

 

7. August 2011

Kanada  – ein kaltes Land ? Wie bitte? Wer sich vom Gegenteil überzeugen will, muss nur im Sommer die Stadt Montreal besuchen. Ich bin bei 30 Grad Celsius durch die Straßen des bunten Plateau-Viertels geschlendert und fast wie Speiseeis in der Sonne geschmolzen.  Eine richtig mediterrane Stadt ist Montreal im Juli/August, die Frauen kleiden sich luftig und freizügig, als seien sie an der französischen Riviera. Überall wird auf den Terrassen vor den Restaurants gegessen und getrunken.  Zum Ausgleich habe ich einen Abstecher ins McCord-Museum gemacht, wo die Geschichte Montreals dokumentiert wird, und Bilder aus dem Winter gesehen. Das hat mich ganz hübsch abgekühlt. Montreal im Winter, das ist meine Sache nicht. Aber ich habe es schon lange nicht mehr so genossen, über die Hitze zu klagen und den Schweiß auf der Haut zu spüren. Montreal, you rock!

P.S. Es gibt übrigens auch Gegenden in der Arktis, die im Sommer ganz schön warm werden können. In Kugluktuk (Coppermine) am Coronation-Golf wurden im Juli schon über 34 Grad Celsius gemessen, 1991 sollen eslaut der Enzyklopädie der kanadischen Provinzen gar 43 Grad Celsius gewesen sein. Ich habe im August 2007 Inuit-Kinder im Arktischen Ozean baden sehen (Foto Bernadette Calonego).

 

 

 

 

 

 

 

 

8. Juli 2011

 

In Kanada sieht Geschichte oft ganz anders aus als in Europa. Nehmen wir diese aufgeschichteten Holzstämme in Neufundland, zum Beispiel. Sie sehen aus wie historische Monumente. Seit vielen Generationen wird auf diese Weise Brennholz getrocknet – und die Menschen tun es auch heute noch. Was für eine wunderbare Art, eine traditionelle Lebensweise aufrechtzuerhalten!

 

 

 

 

 

 

 

 

22. Juni 2011

Der Umschlag meines kommenden Buches kommt nun in Off-White und nicht in Blau daher (siehe unten).

Deshalb hier nochmals das Bild.

 

Erhältlich ab November 2011.

 

 

 

 

 

 

16. Juni 2011

Mein Buch “Unter dunklen Wassern” ist nun als Taschenbuch erhältlich.
BVT Berliner Taschenbuch Verlag, ISBN: 978-3-8333-0760-7

Da das Schreiben eine einsame Sache ist, freuen mich Zuschriften immer außerordentlich. Hier eine kleine Auswahl:

“Ich habe beide Romane mit Freude und Spannung gelesen. Gerade den zweiten Roman Unter dunklen Wassern finde ich fesselnd. Die Idee, Reales mit Fiktivem zu verbinden, ist bestens gelungen.” Eva B., Stuttgart

“Habe Ihr Buch gelesen. War sofort davon begeistert und konnte es nicht mehr weglegen. Das Beste, was ich jemals gelesen habe.” Florian E., Österreich

“Ich lese im Moment Ihr Buch Unter dunklen Wassern. Fürchterlich spannend! Dass es die von Ihnen beschriebenen Orte alle gibt, konnte ich mir vorstellen, aber dass auch noch Else Seel bei meiner Google-Suche erschien, ist wirklich toll. Ich liebe Bücher, die mit Fiktion und Realität spielen.” Claudia K., Schweiz

“Ich habe das Buch von meiner Mutter bekommen und in drei Tagen fertig gelesen.” Irene N., Zürich

“Obwohl ich noch nie in Kanada war, habe ich das Gefühl, dass ich genau weiss, wie es dort aussieht nach den Beschreibungen im Buch. Mein Mann las das Buch zuerst – konnte in der Nacht nicht schlafen und las es dann fertig!” Birte E., Gebenstorf

An alle, die mir schreiben: Vielen herzlichen Dank!

 

 

10. Juni 2011

Ja, Sie sehen richtig, im Hintergrund besteigen Extremkletterer einen Eisberg. Manchen kann es nicht gefährlich genug sein.

Ich halte mich in sicherer Distanz, denn ich will weder von abbrechenden Eisbergstücken erschlagen noch von einem kenternden Eisberg versenkt werden.

Als Journalistin habe ich den Kitzel, aber nicht das Risiko….

 

 

 

 

8. Mai 2011

Für alle, die mich nach meinem nächsten Buch fragten – endlich kann ich die Neuigkeit verkünden: Das Buch kommt um den 10. November herum in die Buchläden.

Für einmal  ist es kein Krimi, sondern etwas zum Schmunzeln. Das Schreiben hat mir riesigen Spaß bereitet!

 

“Oh, wie schön ist Kanada!”
Leben unterm Ahornblatt
Von gebratenen Bisamratten und Grizzlys im Vorgarten

ca. 256 Seiten, € 8,99 [D]

Klappentext: Mit deutscher Direktheit kommt man in Kanada nicht weit. Das muss eine Auslandskorrespondentin durch amüsante Fehltritte und Missverständnisse lernen, während sie das riesige Abenteuerland bereist. Sie möchte so locker und tolerant wie die Kanadier wirken – selbst wenn ein Cowboy ein Brandeisen auf ihre Bluejeans ansetzt oder wenn sie in Neufundland einen Kabeljau küssen muss. Ein überraschender und humorvoller Leitfaden, wie man sich in Kanada (und einen Kanadier) verliebt.

 

 

 

28. April 2011

Auf meiner Reportagereise in Neufundland wäre ich um ein Haar einem Eisbären begegnet. Im Städtchen St. Anthony an der Spitze der Nördlichen Halbinsel (Northern Peninsula) spazierten zwei Eisbären übers Packeis in der gefrorenen Bucht zu den Häusern hinüber. Wie man sich vorstellen kann, waren sie das Dorfgespräch! Sie wurden von Wildhütern betäubt und per Hubschrauber in eine andere Region transportiert.

Bekannte von mir, deren Schneemobil auf den Barrens wegen einer Panne stehengeblieben war, sahen zu ihrer Verblüffung über ihnen den Eisbären in einem Netz unter dem Hubschrauber schwingen. Sie hofften inständig, dass das Seil halten und der Eisbär ihnen nicht vor die Nase plumpsen möge!

Ich konnte die Eisbär-Falle in St. Anthony ablichten, in die die Eisbären gelockt und wo sie anschließend betäubt wurden. “Danger” (Gefahr) steht in großen Buchstaben darauf – aber der Eisbär war leider nicht mehr drin.

 

 

 

3. April 2011

Hier kann ich eine Frage beantworten, die mir sehr häufig gestellt wird: “Wie kommt es, dass Sie als Auslandskorrespondentin ausgerechnet in Kanada gelandet sind?”
Am einfachsten ist es für mich, einen Text anzufügen, den ich für den Katalog der Internationalen Frühjahrsbuchwoche in München im Jahr 2008 verfasst habe. Da steht eigentlich alles drin.


Eine besitzergreifende Liebe

“Ich erinnere mich noch lebhaft an den Moment, in dem ich beschloss, nach Kanada auszuwandern. Ich saß vor einer Holzhütte mitten im gemäßigten Regenwald von British Columbia, in der Ferne das Rauschen des Pazifischen Ozeans, der die Queen-Charlotte-Inseln im Nordwesten Kanadas umbrandet. Am Vortag war ich zusammen mit dem Kanadier, in den ich mich kurz zuvor verliebt hatte, den silberweißen, 13 Kilometer langen North Beach entlanggewandert, bis nach Rose Spit, der mythologischen Geburtstätte der Haida-Indianer.

Klicken Sie hier, um den ganzen Text zu lesen

P.S. Eine Ergänzung zum Text: Den Pickup Truck habe ich immer noch. Er ist jetzt 19 Jahre alt!

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein TV-Interview vor meiner Lesung am 3. Dezember 2010 an der Universität UBC in Vancouver:

Bernadette Calonego auf Ahorn TV Episode #16 from Mass Abedi on Vimeo.

Der Link dazu:

Deutsches Fernsehen in Vancouver