{"id":154,"date":"2019-01-14T16:05:02","date_gmt":"2019-01-15T00:05:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bernadettecalonego.com\/de\/?page_id=154"},"modified":"2019-02-07T11:48:50","modified_gmt":"2019-02-07T19:48:50","slug":"frage-antwort","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bernadettecalonego.com\/de\/biografie\/frage-antwort\/","title":{"rendered":"Frage\/Antwort"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Was war Ihr erstes Werk, das ver\u00f6ffentlicht wurde?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit elf Jahren schrieb ich ein M\u00e4rchen, das in einer Schweizer Zeitung ver\u00f6ffentlicht und \u2013 was mich besonders freute \u2013 mit der Zeichnung einer K\u00fcnstlerin geschm\u00fcckt wurde. Es ging um einen K\u00f6nig und drei Prinzessinnen, die sich um die \u201eStellung\u201c seiner Ehefrau bewarben. Nicht gerade ein feministisches Thema\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wo nehmen Sie die Ideen f\u00fcr Ihre B\u00fccher her?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von \u00fcberall, von Personen, die mir aus ihrem Leben erz\u00e4hlen, von Zeitungsberichten, eigenen Erfahrungen, aber das meiste stammt aus meiner Phantasie. Schon als Kind war ich eine Tagtr\u00e4umerin und habe mir die wildesten Geschichten ausgedacht. Auch die Arbeit als Journalistin, die mich an Orte und zu Personen bringt, die ich sonst nie sehen w\u00fcrde, sind eine nie versiegende Inspiration.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum schreiben Sie Krimis?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erstens weil ich selber gern Krimis lese und zweitens, weil ich es liebe, einen Plott zu entwickeln, der die Handlung vorw\u00e4rts treibt. &nbsp;Ich sehe meine B\u00fccher aber in erster Linie als Abenteuerromane, denn auf der Suche nach dem M\u00f6rder (und nach der Liebe) verstricken sich meine Figuren in viele Abenteuer, solche, die ich selber gern erleben w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bekannter, der unbedingt mein Horoskop erstellen wollte, findet es nur logisch, dass ich Krimis schreibe, weil ich ein f\u00fcnffacher Skorpion sei (was das immer auch hei\u00dft, ich verstehe nichts von Horoskopen).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie lange schreiben Sie an einem Buch?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viel l\u00e4nger, als ich m\u00f6chte. Da ich neben der Schriftstellerei noch einen Beruf habe \u2013 ich arbeite als Auslandskorrespondentin \u2013, schreibe ich h\u00e4ppchenweise an meinen B\u00fcchern, manchmal nur eine Stunde t\u00e4glich, manchmal l\u00e4nger, manchmal gibt es lange Pausen, wenn ich beruflich unterwegs bin. Von einem geregelten Tagesablauf, den manche Autoren genie\u00dfen, kann ich nur tr\u00e4umen. Aber ich liebe meinen Journalistenberuf, und au\u00dferdem \u00f6ffnet er mir T\u00fcren zu interessanten Menschen, spannenden Begebenheiten und zu Orten, an die ich sonst nie gereist w\u00e4re. Mein Beruf ist ein unersch\u00f6pflicher Fundus f\u00fcr Ideen und Erfahrungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schnitt schreibe ich wahrscheinlich \u00fcber eine Zeitstrecke von zwei Jahren an einem Buch (\u00dcberarbeitung miteingeschlossen).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kennen Sie den gesamten Inhalt des Buches schon, bevor Sie zu schreiben anfangen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nein. Aber das ist \u00fcberhaupt kein Problem f\u00fcr mich, im Gegenteil. Die besten Ideen kommen mir n\u00e4mlich beim Schreiben. Ich wei\u00df von Krimiautorinnen, die jedes Kapitel und vor allem das Ende zum voraus genau geplant haben und erst dann mit Schreiben beginnen. Ich dagegen wei\u00df manchmal nicht einmal, wer der M\u00f6rder ist, bis ich in der H\u00e4lfte des Buches bin. Ich lasse mich ein wenig von den Figuren leiten, die sich w\u00e4hrend des Schreibens entwickeln. Nat\u00fcrlich kenne ich die ungef\u00e4hre Richtung der Handlung und die Hauptthemen des Buches. Aber der Rest entsteht spontan. Ich lasse mich gern selber \u00fcberraschen und finde den Entstehungsprozess so viel spannender.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was sind Ihre Lieblingsautoren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist immer eine schwierige Frage f\u00fcr mich, denn ich bin ein literarischer Vielfra\u00df! Ich lese die unterschiedlichsten B\u00fccher, von Biografien \u00fcber Liebesromane bis zu Reiseberichten oder Sachb\u00fccher \u00fcber t\u00f6dliche Lawinen, Schiffskatastrophen und dokumentierte Verbrechen. Selten lese ich Kurzgeschichten, aber jene der kanadischen Dichterin Alice Munro liebe ich. Als Kind verschlang ich die B\u00fccher meiner drei Br\u00fcder: \u00fcber Ivanhoe (in den ich mich verliebte), Lederstrumpf, Winnetou und Huckleberry Finn. Und ich las heimlich die verbotenen Liebesromane im B\u00fcchergestell meiner Mutter!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von welchen (Krimi)-Autoren lie\u00dfen Sie sich inspirieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es sind vor allem Autorinnen im angels\u00e4chsischen Raum, etwa Minette Walters, Tami Hoag, Joy Fielding, Anne Rule; ich mochte Anita Shreve`s Buch \u201eThe Pilot\u00b4s Wife\u201c sehr und auch ihr Buch \u201eTestimony\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kann man lernen, B\u00fccher zu schreiben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich halte mich nicht f\u00fcr eine Expertin, aber einige Tipps kann ich geben:<\/p>\n\n\n\n<p>Regel 1 bis 3: Lesen, Lesen, Lesen. M\u00f6glichst unterschiedliche B\u00fccher und Autoren.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann nat\u00fcrlich schreiben. Jeden Tag ein bisschen, selbst wenn es nur ein einziger Satz ist. Nicht warten, bis einen die Musse k\u00fcsst. Das tut sie n\u00e4mlich nicht immer. Selbstdisziplin hilft. Und wenn man dann einmal am Schreiben ist, kommen die S\u00e4tze und Ideen ins Laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Ich war nie in einem Kurs \u00fcber Kreatives Schreiben, kann also dar\u00fcber nichts aussagen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant fand ich Stephen King`s Buch \u201eDas Leben und das Schreiben\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Und f\u00fcr jene, die englisch verstehen: \u201eReading like a Writer\u201c von Francine Prose.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was war Ihr erstes Werk, das ver\u00f6ffentlicht wurde? Mit elf Jahren schrieb ich ein M\u00e4rchen, das in einer Schweizer Zeitung ver\u00f6ffentlicht und \u2013 was mich besonders freute \u2013 mit der Zeichnung einer K\u00fcnstlerin geschm\u00fcckt wurde. 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