Nach einem langen kalten Winter im Norden Neufundlands brach ich im Mai nach Europa auf, in der Hoffnung auf etwas Wärme und Sonne. Ich kam voll auf die Rechnung, aber nicht so, wie ich dachte.

Zuerst flog ich mit einer Freundin auf die spanische Balearen-Insel Menorca, die Nachbarinsel von Mallorca, um dort zu wandern. Wir beide fanden die Insel wunderschön, aber es war so heiß, dass wir unsere Wanderungen zeitlich stark beschränken mussten.

Dafür schwammen wir in idyllischen Buchten, die in Menorca gut zu finden sind. Das Wasser war fantastisch klar und türkisfarben, wir konnten uns gut abkühlen und im Schatten ausruhen.

Wir besuchten historisch bedeutsame Stätten, vor allem prähistorische Ausgrabungen, von denen Mallorca viele hat: Die Insel besitzt weltweit die höchste Dichte an prähistorischen Fundstätten. Hier zum Beispiel eine restaurierte Grabkammer.

Wir fanden auch die Städtchen Ciutadella und Mahon bildhübsch und besuchten viele der Dörfer, die ihren usprünglichen Charakter bewahrt haben.


Anschließend verbrachte ich einen Monat in der Schweiz, wo ich Familienmitglieder und Freunde besuchte. Ich hatte gehofft, dass es dort kühler sei, aber es war noch heißer! Und die Hitzewelle dauert jetzt noch an, Mitte Juli, da ich bereits wieder in Neufundland zurück bin. Seit Monaten ist fast kein Regen gefallen.

Meine Schweiz-Besuche sind immer sehr intensiv und emotional, weil ich liebe Menschen treffe und dadurch frühere Zeiten in meiner ersten Heimat wieder aufleben. Ich liebe das Schweizer Essen, die Landschaften, die Zuverlässigkeit, die Sprache, die Gemütlichkeit.

Ich versuche auch stets, einige Wanderungen einzuflechten und wenn möglich neue Ecken kennenzulernen, denn es gibt natürlich immer noch Orte, wo ich noch nie war. Meine Gastgeber verwöhnen mich und nehmen sich Zeit, denn nachher geht es wieder mindestens ein Jahr, wenn nicht länger, bis wir uns wiedersehen.

Nach der Rückkehr in den Norden Neufundlands geht es eine Weile, bis ich wieder richtig da bin. Ich schätze aber das kühlere Wetter, den Regen, meine tägliche Routine, das eigene Bett und das Zuhause mit meinem Lieblingsfischer. Auch Katze Leah und Hund Maggie sind happy, dass ich wieder da bin.

Und jetzt geht es weiter mit dem neuen Krimi in der Calista-Gates-Reihe. Ich habe vor meiner Abreise den ersten Entwurf fast fertig gehabt. Langsam tauche ich wieder in die Welt von Calista ein und verbessere, was ich bislang grob gezimmert habe. Im Krimi ist es übrigens bitterkalt, ein willkommener Kontrast zu den europäischen Rekordtemperaturen!