Endlich vorbei

Ich habe in meinem Blog länger nichts geschrieben, weil ich an meinem neuen Calista-Gates-Krimi arbeitete. Ich wollte den ersten Entwurf fertighaben, bevor ich eine Reise in die Schweiz und nach Spanien mache. Jetzt ist der Entwurf fast fertig, und ich packe meine Koffer und fahre zum Flughafen Deer Lake.

Dieser Winter kam mir sehr lang vor, viel schneereicher und strenger als die vergangenen Winter, die ich bisher im Norden Neufundlands erlebt habe. Freunde und Leser veröffentlichen Fotos von Blumen und blühenden Bäumen und vom Kurze-Hose-Wetter, während ich hier morgens den Ofen mit Holzscheiten, Karton und Papier vollpacke und nicht erwarten kann, bis heiße Luft nach oben in die Zimmer geblasen wird. Aber jetzt ist der Winter endlich vorbei, obwohl die Schneeflecken nicht überall verschwunden sind.

Andrerseits hörte ich von Freundinnen an der Sunshine Coast in British Columbia, dass bereits im Mai der Wasserverbrauch eingeschränkt wurde. Und Bekannte in der Schweiz berichteten mir, dass ihnen die anhaltenden sommerlich-heißen Temperaturen im April und Mai Sorgen machen. Wenigstens muss ich im Norden Neufundlands keinen Wassermangel fürchten.

An Ostern fuhr ich in die Tundra hinaus, wo die Osterhasen Schokoeier verteilten. Mein Nachbar hat diese Tradition begonnen und seither findet das beliebte Ereignis jährlich statt. In diesem Jahr kamen hunderte von Einheimischen auf Schneemobilen zum vereisten See: Kinder, alte Leute, Eltern, Teenager, es war eine Freude, so viele Leute auf einen Schlag zu sehen! Es war zudem ein wunderschöner, sonniger, windstiller Tag – so macht Winter Spaß.

Vor einer Woche kippte ich eine Tasse Kaffee auf die Tastatur meines Laptops. Ich tat, was ich konnte, um den Laptop zu trocknen, aber meine Hoffnung auf eine Rettung war minim. Ich realisierte gleichzeitig, dass ich den Inhalt auf dem Laptop seit einem Jahr nicht gesichert hatte! Warum, weiß ich auch nicht. Das gleicht mir überhaupt nicht. Ich ließ das Gerät 48 Stunden trocknen und als ich es wieder anstellte, funktionierte es!!! Halleluja. All diese Dinge wären nicht so stressig, wenn ich einen Computerladen um die Ecke hätte. Der nächste solche Laden ist indes fünf Autostunden weg.

Es kommt immer wieder vor, dass Eisbären auf ihrem Rückweg nach Labrador und in die Arktis durch die Dörfer in unserer Gegend im Norden Neufundlands wandern. Sie folgen den Robben auf dem Eis (ihre Lieblingsspeise), schlagen sich die Bäuche voll und wenn das Eis schmilzt, wandern sie in ihre Heimat zurück. Leider war ich nie am richtigen Ort, um sie zu fotografieren, deshalb habe ich ein Bild von Andy Hillier aus Quirpon angefügt (danke, Andy!).

Der nächste Beitrag wird von meinen Reiseabenteuern in Europa handeln. Bis dann wünsche ich euch alles, alles Gute!